Geschichte der Huelfsgesellschaft Schaffhausen

Sonderbeilage der Schaffhauser Nachrichten und das grosse Interview des Schaffhauser Bocks mit Wirtschaftshistoriker Adrian Knoepfli und einem persönlichen Kommentar von Daniel Thüler.

Im Jubiläumsjahr 2016 unterstützt die Hülfsgesellschaft Schaffhausen neun Jubiläumsprojekte. Die Generalversammlung hat dazu im November 2015 mehr als 1.3 Millionen Franken bewilligt. Die neun Projekte stehen ganz im Zeichen des Mottos „Von Schaffhausern für Schaffhauser“. Kleinkinder in der Kinderkrippe werden ebenso unterstützt wie Jugendliche, die Unterstützung in der Berufsbildung brauchen. Obdachlosen und Süchtigen wird mit Strukturen geholfen, Behinderte erhalten Transportmöglichkeiten und Senioren bekommen eine würdige Betreuung. Sämtliche Altersgruppen und diverseste Anspruchsgruppen unabhängig von Herkunft und Nationalität werden mit den Jubiläumsprojekten unterstützt.

Interview mit Urs Krebser im Schaffhauser Fernsehen

Die unterstützen Projekte im Überblick:

Verein Atelier A

Das Atelier A betreibt Lehrwerkstätten für Jugendliche, die in Normalbetrieben überfordert sind und deren
Ausbildungskosten niemand übernimmt. Die Hülfsgesellschaft unterstützt das Atelier A mit rund 90 000
Franken, um die Lehrwerkstätten auszurüsten und à jour zu halten. Dabei handelt es sich um Werkzeuge,
Maschinen und Einrichtungen für ein Fotoatelier, eine Schreinerei, eine Schuhmacherei und eine Küche.


Altra

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Altra sind in ihrer Mobilität selbst eingeschränkt, trotzdem sind sie viel unterwegs. Dank zwei neuen Ford Tourneo Transportbussen, die die Hülfsgesellschaft mit 80 000 Franken finanziert, können Behinderte schnell und unkompliziert zum Arzt, ins Spital, zur Arbeitsstelle oder auch einmal zu einem Ausflug gefahren werden.


Soziales Wohnen Geissberg

Dank 240 000 Franken der Hülfsgesellschaft Schaffhausen kann ein Sozialarbeiter den ca. 40 Obdachlosen eine begleitete Tagesstruktur bieten. Diese Anschubfinanzierung, die die Kosten über drei Jahre deckt, ist notwendig, damit die Stadt Schaffhausen den geregelten und betreuten Tagesbetrieb danach definitiv weiterführen kann.


Ruhe-Oase im La Résidence

Menschen mit Demenz-Erkrankung sind oft desorientiert, sie leiden an Unruhe, Unsicherheit, Angst und Verzweiflung. Solchen Emotionen wird in der neu geschaffenen Ruheoase entgegengewirkt. Die Hülfsgesellschaft stellte für die Ruheoase gerne 65 000 Franken zur Verfügung, damit Seniorinnen und Senioren dank gedämpfter, warmer Beleuchtung sowie beruhigender Musik und Düfte zur Ruhe kommen können.


Pfadfinder Clubhaus

Dank rund 81 000 Franken der Hülfsgesellschaft erhalten die Pfadfinder auf der Breite ein zeitgemässes neues zu Hause. Das ehemalige Schulhaus der Morgensternschule im Güetli, das von der Pfadi übernommen werden konnte, wird so umgebaut, dass im Erdgeschoss körperlich behinderte Pfadis sich im Rahmen der „Pfadi Trotz Allem“ treffen können. Die Räume im Obergeschoss werden zudem modernisiert und mit einer Aussentreppe den Sicherheitsanforderungen angepasst.


Lindenforum Lohn

Das Lindenforum bietet rund 20 Jugendlichen im sogenannten Orientierungsjahr nach der obligatorischen Schulzeit die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung und Selbstfindung. Zudem bietet die als Tagesschule geführte Schule den Jugendlichen wertvolle Hilfe bei der Berufswahl. Dank 77 000 Franken der Hülfsgesellschaft Schaffhausen kann das Lindenforum in Lohn seine Ateliers und Arbeitsräume ausbauen und modernisieren, um der stetig steigenden Zahl an Schülern gerecht zu werden.


Kinderkrippe Rosenberg

Die Kinderkrippe, die von der Kinderfürsorgestiftung Neuhausen am Rheinfall geführt wird, hatte dringenden Renovationsbedarf. Die nötigsten Arbeiten im Innenbereich und an der Aussenfassade konnten dank einer Spende von 75 000 Franken der Hülfsgesellschaft Schaffhausen ausgeführt werden. Aber nicht nur das. Ein lang gehegter Wunsch der Kinder und Betreuerinnen konnte dank der Hilfe der Hülfsgesellschaft finanziert werden: ein neuer Aussenspielplatz, der nun der Stolz der Kinder ist


Freizeitpark Dreispitz mit Skatepark

Im grössten Freizeitpark der Stadt Schaffhausen wird eine lebhafte Begegnungszone geschaffen. Ein Park mit Sitzgelegenheiten für Alt und Jung und ein Skatepark sollen im bisher ungenutzten Teil des Dreispitz-Parks entstehen. Die Hülfsgesellschaft Schaffhausen finanziert dieses Projekt, das von der ganzen Schaffhauser Bevölkerung genutzt werden kann, mit 500 000 Franken.

Fotos: Claudia Herzog & Chantal Bertazzo, Zürich